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Freitag, 25. Oktober 2013

Der Tag danach.


Triggert garantiert nicht, versprochen.



Ich habe mich gestern Abend abgeschossen um überhaupt zur Ruhe zu kommen, bin superschnell
Eingeschlafen und habe die ganze Nacht echt super gepennt.(Danke Elephanten Bier, danke Trimipramin)"Nicht zur Nachahmung empfohlen™ "

Ich habe vor dem Einschlafen noch damit gerechnet, heute in einem Loch aufzuwachen, aus dem ich nicht so schnell wieder rauskomme.

Ich wurde heute Morgen wach, und es ging mir gut. Meine ersten Gedanken waren:"Fick dich, Jobcenter und Fick dich Stellenangebot."
Es ist mir egal, dass ihr Vögel mich Sanktioniert.
Irgendwann seid ihr eure befristeten Jobs los, oder geht an dem Druck kaputt. (Gerne auch beides Gleichzeitig)
Eure Ehe geht den Bach runter und Haus, Auto und alles was dazu gehört auch.
Eure Nachbarn wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wenn sie rauskriegen wo ihr arbeitet und als was.
Wer will schon so ein Schwein als Nachbarn.
Einen neuen Job werdet ihr wohl auch nicht mehr finden.
Welcher normale Arbeitgeber stellt so einen denn ein?
Im Lebenslauf könnt ihr euren vorherigen Job noch umschreiben, spätestens im Vorstellungsgespräch werdet ihr entlarvt.
Vielleicht sollte man eine Plakataktion starten, so nach dem Motto:"Achtung!!!! In Ihrer Nachbarschaft wohnt jemand, der auch Sie ohne Skrupel vernichtet."
Dazu vielleicht noch ein Foto.
Noch besser wären so kleine DINA4 Zettel an Bäumen.
Die Leute gucken drauf, weil sie vermuten, dass eine Katze oder Hund entlaufen ist.
Ich habe keine Angst mehr vor euch.
Ich habe, im Gegensatz zu euch, praktisch nichts mehr zu verlieren.
Ich kann warten.
Wenn ich etwas habe, dann ist es Zeit.
Während ihr kaputt geht, wachse ich.
Ich weiß, dass ihr Angst habt.
Angst davor aufzufliegen.
Deswegen kommt ihr auch immer von Außerhalb.
Ihr werdet auffliegen. 
Versprochen.
Irgendwann bricht dieses Menschenverachtende System zusammen und dann warten ich und viele Millionen Mitmenschen, die ihr wie Scheiße behandelt habt, schon auf euch.

Zum Stellenangebot.
Ich bin doch nicht bescheuert.
Mach deinen Scheiß alleine.
Frag mal bei jemandem an, der davon Lebt, leben muss.
Der berechnet dir für das ganze Projekt, 10000-15000 Euro, mindestens.
Dazu kommt dann noch der Wartungs- und Pflegevertrag.
Ich kann eine ganze Menge.Ich kann mit fast nichts, fast alles erreichen
Aber ich schenke dir nicht hunderte Stunden meines Lebens und Wissens für 200 Euro Monatlich.
Ich habe Firmen den Arsch gerettet, wenn der Server abgekackt ist.
Ich habe die IT von fast der kompletten Ärzteschaft einer Kreisstadt im Alleingang betreut.
Ich habe an Wochenenden und auch Nachts gearbeitet.
Ich habe mich von allen meinen  Arbeitgebern bis aufs Blut ausbeuten lassen, weil ich als Schwerbehinderter ja so Dankbar sein muss, überhaupt Arbeiten zu dürfen.
Wenn ich mal eine der Leistung angemessene Bezahlung wollte, hieß es immer, ich könne ja gehen wenn es mir nicht passt.
Daran bin ich fast kaputtgegangen.
Das ist vorbei.
Ich weiß, was ich wert bin.(Manchmal) Ich weiß, was ich kann.(Immer)
Du weißt nicht, was ich wert bin. Du weißt nur, was ich kann.
So einen Ausbeutungsscheiß tu ich mir nicht mehr an.

Das hat jetzt tierisch gutgetan.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Wenn Träume platzen, oder mein Bauchgefühl hat immer recht.



Kann Triggern



Am Montag schrieb mir ein Bekannter ein Stellenangebot per Email:
Eine Webseite erstellen, dazu einen internen Bereich, in dem auch Diskutiert werden kann.
Kann ich, mach ich.
Eine Möglichkeit Gruppenemails an die angemeldeten Mitglieder zu verschicken.
Kann ich, mach ich.
Eine e-learning Plattform erstellen.
Kann ich noch nicht, kann mich da aber einarbeiten und das dann Umsetzen.
Check, mach ich.
Das Ganze dann Pflegen und Warten.
Kann ich, mach ich.
Sollte ich das alles machen wollen und können, würde er versuchen mich für 2400€ Einzustellen.
WILL  ICH. YES, YES, YES!!!!!!!!
Das wäre der  perfekte Arbeitsplatz für mich.
Arbeiten von Zuhause, keine nervenden Arschlöcher, Menschen die um mich herum wuseln und mich nerven. Ich muss nicht Raus.
Freie Zeiteinteilung.
Ist zwar ein Riesenhaufen Arbeit , aber das ist genau mein Ding.
YES, YES, YES!!!!!!!

Das Ganze nur noch bei der nächsten Therapiestunde mit meiner Therapeutin besprechen.

Heute hatte ich dann Therapiestunde. Habe mir Geld geliehen, damit ich Hinfahren kann.
Bla, bla, bla.
Ich:"Trotzdem habe ich da ein großes Misstrauen , bin Skeptisch und habe ein schlechtes Bauchgefühl,  weil ich noch nie den Jackpot bekommen habe, sondern immer das Gegenteil. " Den Jackpot hatten immer nur die Leute, für die ich gearbeitet habe. Ich war der Jackpot.
Therapeutin findet es nicht gut, dass ich von Zuhause arbeiten will, findet das Angebot aber sonst auch super und ich soll nicht so Misstrauisch sein.
Ok, die hatte also vor, mich früher oder später Arbeitstechnisch unter Menschen zu packen.
Tja, wird nichts. Nicht mit dem Onkel.
Habe mich auf der Heimfahrt gefühlt, als ob ich mit einem riesen Bündel  Luftballons in der Hand abhebe. 
Ich habe den Jackpot. 
Endlich habe ich auch mal Glück. 
Endlich fickt das Leben mich mal nicht.

Zuhause angekommen gegessen, ein paar Blogs gelesen um wenigsten ein bisschen von dem Höhenflug runterzukommen und dann das Telefon geschnappt um Zuzusagen.
"Ja, ich muss erst mal Abklären, ob das so überhaupt geht und ich dich einstellen kann."  PUFF!!
"Ja, die 2400€ sind nicht im Monat, sondern im Jahr, wegen Steuerfreiheit und so. " PUFFF!!!
"Habe ich vergessen in die Email mit reinzuschreiben." PUFFFF!!!!
"Du kannst ja schon mal mit der Webseite anfangen und wir treffen uns dann, um alles Weitere zu Besprechen." PUFFFFF!!!!!
"Vielleicht, wer weiß, mal Sehen........." PUFFFFFF!!!!!!

Das hätte mir eigentlich alles schon vorher klar sein müssen.
Mein Bauchgefühl lügt nicht.
Es hat mich noch nie Belogen. 
Es hatt immer recht. 
IMMER.

Dann noch zwei Briefe vom Sozialgericht im Briefkasten.

Brief 1:
Ein Monat ohne Geld ist doch kein Problem. Ich soll Abwarten bis das Amt eine Entscheidung gefällt hat. PUFFFFFFF!!!!!!!

Brief2:  
Die Sanktionierung um 10% ist vollkommen ok.
Gerade weil ich so lange Krankgeschrieben bin, ist ein Besuch im Jobcenter doch besonders wichtig, wegen beruflicher Zukunft und so.  PUFFFFFFFFFF!!!!!!!!!!

Ein Besuch im Jobcenter triggert mich.
Einem menschenverachtenden Arschloch Hilflos gegenüber zu sitzen, ihm ausgeliefert zu sein,  ist für mich das Schlimmste, was ich mir Vorstellen kann. Ich bekomme dann einen Panikanfall und Todesangst.
Deswegen bin ich ja seit Monaten Krankgeschrieben.
Deswegen mache ich die Traumatherapie.
Deswegen nehme ich Antidepressiva.
Weil das Jobcenter alles Hochgespült hat, alles was ich Sorgfälltig in einem Raum ohne Tür und mit 5 Meter dicken Wänden und Decke aus Stahlbeton eingesperrt hatte. Alles!!

Die Ballons sind geplatzt.
Im Moment bin ich immer noch im freien Fall, weil das Alles viel zu viel für mich ist.
Ich hoffe, dass der Aufprall nicht so schlimm wird.
Ich ertrage die harten Aufschläge nicht mehr.
Bitte lass den Aufprall nicht so hart werden.
Bitte, bitte, bitte.