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Dienstag, 18. März 2014

Das Gutachten des Ärztlichen Dienstes

Es fehlt zwar die Depression und der letzte Absatz haut im Moment auch nicht hin, aber im Großen und Ganzen beschreibt es meinen Zustand ganz gut.
Mein MDE ist zur Zeit nicht bei 40%, sondern bei 50%.
Mehr kann man aber, glaube ich, bei der Massenabfertigung die beim ärztlichen Dienst stattfindet, nicht Erwarten.

Zum Abschluss der Untersuchung fragte mich die Amtsärztin, ob ich mir schon mal Gedanken über eine Betreuung für meinen Alltag gemacht habe.
Habe ich noch nie, aber die Aussage hat mich zum Nachdenken gebracht.



Mittwoch, 5. März 2014

Termin beim Jobcenter



Kaum ist man von der Psychotherapie Zuhause, hat man auch schon Post vom Jobcenter im Briefkasten.
Förmliche Zustellung im gelben Briefumschlag.
Mein Nazischwein, Abschaum, Sachbearbeiter lädt mich ein.
Natürlich wie immer, unter Androhung einer Sanktion.
Er möchte mit mir, aufgrund einer inzwischen vorliegenden Stellungnahme des Arztes der Agentur für  Obdachlosigkeit, Hunger und psychischen Terror  Arbeit ein abschließendes Gespräch über meine gesundheitliche Leistungsfähigkeit führen.

Keine Ahnung, was der da noch mit mir Besprechen will.
Die Ärztin hat mich für AU erklärt und das mindestens bis zum nächsten Termin bei ihr in sechs Monaten.

Vielleicht will er sich ja bei mir entschuldigen, für alles was er mir angetan hat.

Das glaube ich nicht.
Der Typ hat scheinbar einen Heidenspaß, bei dem was er tut.
Mein Sachbearbeiter weiß durch das Schreiben meiner Therapeutin ja, dass ein Besuch bei ihm für mich Kontraproduktiv ist.

Ich denke, es geht darum, dass er mich nicht mehr quälen kann und jetzt noch mal so richtig Genießen will, wie mir ein Termin bei ihm zusetzt um mich dann in die Grundsicherung zu verabschieden.

Ich könnte ihm zum Abschied auch mal so richtig einen Reindrücken.
Ich weiß wie er heißt, in welchem Sportverein er ist und wo er wohnt.
So ein Flashmob von seinen Opfern, bei ihm vor der Haustür hätte schon was.
"Das wär doch mal was, Herr S., oder?"

(Ja Herr S., ist schon Scheiße, wenn man sich das Büro mit Zeitungsartikeln der eigenen Sporterfolge zu kleistert, die zwar ziemlich klein sind, die ich aber dank einer Sehstärke von 160%, Problemlos lesen kann.)
"Viel Spaß noch beim Handball Herr S.
Genießen sie es, solange sie noch können."

Und ja, Herr S. ich werde zu dem Termin erscheinen und ich werde es im Stillen genießen, dass sie mir nichts mehr können und ich eigentlich eine Riesenmacht über sie habe.

Fast vergessen.
Ich werde Morgen den Antrag auf Erwerbsminderungsrente im Bürgerbüro der Stadt ausfüllen und abgeben.
"Wenn sie das von mir  Erfahren, klappt ihnen bestimmt die beschissene Kinnlade endgültig runter, oder Herr S.?"

Mittwoch, 5. Februar 2014

Nach dem Termin beim ärztlichen Dienst



Der Termin war ganz ok.
Die Ärztin war ziemlich erstaunt, wie kaputt und verdreht mein Körper ist.
Sie fand es auch Interessant, dass ich rechts Schuhgröße 39 und links 43 habe.
Und hey, ich wusste noch gar nicht, dass ich bei meiner letzten Arbeitsstelle Projektleiter war.
Ansonsten war die Untersuchung nichts, was ich nicht schon zigmal mitgemacht hätte.
Mit dem Unterschied, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass ich der Ärztin beweisen muss, dass ich kein Simulant bin und sie ständig versucht, mich als Simulant darzustellen.
Gut, dass ich meinen Packen Gutachten dabei hatte.
Das Endergebnis war dann, dass meine Gesundheit jetzt im Vordergrund steht und sie mich in 6 Monaten noch mal sehen möchte, um zu schauen, ob sich schon etwas zum Positiven verändert hat.
 

Sonntag, 2. Februar 2014

Termin beim ärztlichen Dienst



Am 05.02 ist es endlich soweit.
Natürlich mit Androhung einer Sanktion, wenn ich nicht erscheine.
Der Termin ist natürlich Morgens um 9 um mir als Sozialschmarotzer nochmal einen Reinzudrücken.
Für mich bedeutet das, Aufstehen um 7.
Keine Ahnung ob ich das hinbekomme.
Zum Termin losfahren um 8:15 Uhr.
Ich habe keine Ahnung, ob ich um die Uhrzeit schon Autofahren kann. 
Bus oder Bahn fahre ich auf keinen Fall. 
Geht einfach nicht.
Ich weiß ja noch nicht mal, ob ich am 05.02 zu überhaupt irgendwas in der Lage bin.

Mitbringen soll ich meine Medikamente, meinen Rentenbescheid, Bescheide vom Versorgungsamt(habe ich keine, werde ich auch nicht besorgen, hätten die machen können) und meine medizinischen Unterlagen. 
Das wird Lesestoff für Stunden für die, bei der Menge an Unterlagen und Gutachten die ich habe.
Ein Gutachten vom März 2013 muss ich mir Morgen noch vom Krankenhaus faxen lassen.

Ich könnte denen ja Spaßeshalber auch die ganzen Platten, die mal auf meinen Oberschenkelknochen geschraubt waren, mitbringen. (Keine Ahnung, warum ich die alle aufgehoben habe. Die Dinger triggern mich schon beim bloßen Anschauen.)

Meine Therapeutin hat mir zigmal gesagt, dass die mich nicht für Arbeitsfähig erklären können.
Ich weiß das auch.
Ich habe aber mehrfach die Erfahrung gemacht, dass beim ärztlichen Dienst nur medizinische Vollpfosten arbeiten, die in der freien Wirtschaft nie eine Chance hätten.

Die haben auch kein Problem damit, einen ALGII Empfänger, kurz nach seinem zweiten Herzinfarkt, gegen den Rat seiner behandelnden Ärzte, für Arbeitsfähig zu erklären.
Der wurde dann vom Jobcenter, unter Androhung von Sanktionen zum Arbeiten verdonnert und erlitt dabei einen neuen Herzinfarkt.




Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich Überraschen zu lassen.

Mittwoch, 27. November 2013

Post vom Jobcenter



Heute lag ein dicker, gelber Briefumschlag im Briefkasten.
Förmliche Zustellung.
Post vom Jobcenter.
Gefühlte 500 Seiten, die ich für den Ärztlichen Dienst ausfüllen muss.
Das dauert wieder Stunden, weil ich dabei so Nervös werde, dass ich mir alles zig mal durchlesen muss, um es zu verstehen.
Und es war auch noch eine Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt dabei.
Es geht um die Klärung meines gesundheitlichen Zustandes.
Ich wusste gar nicht, dass sowas überhaupt erlaubt ist.
Klärung des gesundheitlichen Zustandes per Verwaltungsakt.
Es beruhigt mich auf jeden Fall, dass mein Sachbearbeiter so auf das Schreiben meiner Therapeutin reagiert und mich nicht zwingen will, den Termin bei ihm wahrzunehmen.