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Donnerstag, 13. März 2014

Nach dem Termin beim Jobcenter.



Mein Sachbearbeiter war wirklich freundlich.
So kenne ich den nicht.
Er sagte mir, dass ich für das nächste halbe Jahr Arbeitsunfähig bin und mir die Zeit für die Therapie nehmen soll, die ich brauche.
Ob ich dazu ein Jahr, oder anderthalb brauche spielt keine Rolle.
Meine Gesundheit gehe jetzt vor.
Wow!!
Ich habe ja im Stillen damit gerechnet, dass der trotz des Ergebnisses  der Amtsärztin, mich in irgendeine Schwachsinns Maßnahme stecken will.
Der wollte mich schon mal in einen Computergrundkurs stecken.
Ich bin IT Fachmann und habe über zehn Jahre Berufserfahrung.

Ich habe ihm noch gesagt, dass ich versuchen werde, eine EM Rente zu beantragen.
Das wollte ich zwar schon letzte Woche, aber es kam was dazwischen und dann bin ich so aus dem Konzept gekommen, dass ich es nicht mehr hinbekommen habe.
Er glaubt nicht, dass ich die Rente bekomme, weil die Amtsärztin mir nur eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von 40% attestiert hat.
Laut meiner BG habe ich im Moment aber 50% und es werden bald neue Gutachten erstellt.
Ich glaube auch nicht so richtig, dass das mit der Rente klappt.
Ich habe garantiert irgendwelche Fristen, oder sonstwas nicht eingehalten.
Versuchen will ich es trotzdem, weil ich mir im Moment einfach nicht Vorstellen kann, arbeiten zu gehen.

Mittwoch, 5. März 2014

Termin beim Jobcenter



Kaum ist man von der Psychotherapie Zuhause, hat man auch schon Post vom Jobcenter im Briefkasten.
Förmliche Zustellung im gelben Briefumschlag.
Mein Nazischwein, Abschaum, Sachbearbeiter lädt mich ein.
Natürlich wie immer, unter Androhung einer Sanktion.
Er möchte mit mir, aufgrund einer inzwischen vorliegenden Stellungnahme des Arztes der Agentur für  Obdachlosigkeit, Hunger und psychischen Terror  Arbeit ein abschließendes Gespräch über meine gesundheitliche Leistungsfähigkeit führen.

Keine Ahnung, was der da noch mit mir Besprechen will.
Die Ärztin hat mich für AU erklärt und das mindestens bis zum nächsten Termin bei ihr in sechs Monaten.

Vielleicht will er sich ja bei mir entschuldigen, für alles was er mir angetan hat.

Das glaube ich nicht.
Der Typ hat scheinbar einen Heidenspaß, bei dem was er tut.
Mein Sachbearbeiter weiß durch das Schreiben meiner Therapeutin ja, dass ein Besuch bei ihm für mich Kontraproduktiv ist.

Ich denke, es geht darum, dass er mich nicht mehr quälen kann und jetzt noch mal so richtig Genießen will, wie mir ein Termin bei ihm zusetzt um mich dann in die Grundsicherung zu verabschieden.

Ich könnte ihm zum Abschied auch mal so richtig einen Reindrücken.
Ich weiß wie er heißt, in welchem Sportverein er ist und wo er wohnt.
So ein Flashmob von seinen Opfern, bei ihm vor der Haustür hätte schon was.
"Das wär doch mal was, Herr S., oder?"

(Ja Herr S., ist schon Scheiße, wenn man sich das Büro mit Zeitungsartikeln der eigenen Sporterfolge zu kleistert, die zwar ziemlich klein sind, die ich aber dank einer Sehstärke von 160%, Problemlos lesen kann.)
"Viel Spaß noch beim Handball Herr S.
Genießen sie es, solange sie noch können."

Und ja, Herr S. ich werde zu dem Termin erscheinen und ich werde es im Stillen genießen, dass sie mir nichts mehr können und ich eigentlich eine Riesenmacht über sie habe.

Fast vergessen.
Ich werde Morgen den Antrag auf Erwerbsminderungsrente im Bürgerbüro der Stadt ausfüllen und abgeben.
"Wenn sie das von mir  Erfahren, klappt ihnen bestimmt die beschissene Kinnlade endgültig runter, oder Herr S.?"

Freitag, 22. November 2013

Ärztliche Bescheinigung



Meine Therapeutin hat mir eine "Ärztliche Bescheinigung" für das Jobcenter geschrieben.
Unter Anderem steht drin, dass es aus therapeutischer Sicht kontraproduktiv ist, einen Termin im Jobcenter, aufgrund schlechter Erfahrungen mit den Mitarbeitern im Jobcenter,  wahrzunehmen.
Sie empfiehlt  dem Jobcenter mich zum Ärztlichen Dienst zu schicken.

Sie glaubt nicht, dass das Schreiben was bringt, will sich aber bei einem befreundeten Anwalt schlau machen, was ich tun kann.

Mein Sachbearbeiter im Jobcenter möchte natürlich einen Termin bei ihm erzwingen.
Einen Termin bei ihm werde ich nicht wahrnehmen, dass tue ich mir nicht nochmal an, weil der mich einfach nur fertig machen will und das so richtig.

Gegen einen Termin beim Ärztlichen Dienst habe ich nichts, weil die eh die Berentung empfehlen werden.
Wenn er auf einem Termin bei ihm besteht, bedeutet das für mich, da ich ja nicht hingehen werde, dass ich für die Dauer von drei Monaten kein Geld mehr vom Jobcenter bekommen werde.
Der Sachbearbeiter hat schon mal dafür gesorgt, dass ich für 14 Monate zu 100% Sanktioniert wurde.

14 Monate kein Geld vom Jobcenter.
14 Monate keine Krankenversicherung.
14 Monate habe ich von einem Euro am Tag gelebt existiert.
14 Monate blanke Existenzangst.
14 Monate Angst, Obdachlos zu werden.
14 Monate Nonstop Hunger, weil man von einem Euro am Tag nicht satt werden kann.
14 Monate Kampf, die unsinnigen Vermutungen des Jobcenters mit Hilfe eines Anwaltes zu widerlegen.

Die haben bei mir von der Bedarfsgemeinschaft bis zur Schwarzarbeit alles Vermutet.
Das volle Programm.

10 Monate konnte ich nur unter Schmerzen  Sitzen, Liegen, Gehen, Stehen, weil mein Wirbelgleiten zwischen L5/S1 durch eine falsche Bewegung akut wurde.

Jeder Schritt war wie ein Messerstich ins Steißbein und dazu ein zweiter in die Seite meiner linken
Wade.
Dazu  immer wieder Taubheit im linken Bein.
10 Monate panische Angst, dass das schlimmer wird und ich eine dauerhafte Lähmung bekomme.
Außerdem muckte mein rechtes Knie.
Es schmerzte immer wieder Tagelang  und blockierte beim Treppensteigen.

Genau das, was jemand mit PTBS und Depressionen braucht.

Als ich dann endlich wieder Versichert war, bin ich sofort zum Arzt.
Es wurde ein CT gemacht und mein Knie geröntgt.

Vor dem CT  hatte ich schon panische Angst, weil ich so viel Metall im Körper habe.
Habe dann erfahren, dass ein CT ok ist, bei mir aber sehr schlecht ein MRT möglich ist.
Das CT ergab dann Wirbelgleiten L5/S1 mit starker linksseitiger  Betonung.

Das Röntgenbild von meinem Knie ergab starke, fortschreitende Arthrose.
Der Arzt im Krankenhaus sagte mir dann ganz trocken, dass ich in nächster Zeit ein neues Kniegelenk brauche.

Genau das, was jemand mit durch Krankenhäuser und Ärzte verursachter PTBS braucht.

Im Krankenhaus hat mir dann eine Rehaberaterin geraten, bei meiner BG einen Verschlimmerungsantrag zu stellen, da sich mein Zustand stark verschlechtert hat.
Das habe ich dann gemacht und die Sache läuft seit März.
Der Arzt verschrieb mir noch Physiotherapie.

Nach vier Terminen habe ich die Physiotherapie abgebrochen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.
Die Berührungen durch die Physiotherapeutinnen habe ich nicht mehr ausgehalten.
Die Massagen durch die Physiotherapeutinnen habe ich nicht mehr ausgehalten.
Das war alles zu nah, zu intim, zu viel Erinnerung an die Krankenhauszeit.
Zu viele Trigger.
Viel zu viele.
Die anderen Leute, die da auch Physio machten, habe ich nicht mehr ausgehalten.
Zu viele Menschen.
Ich fühlte mich von denen Angegafft.

Ich bin gespannt wie der Sachbearbeiter vom Jobcenter reagiert, erwarte aber nichts Positives.
Mein nächster Therapietermin ist erst in zwei Wochen, da meine Therapeutin Urlaub macht.

Dienstag, 19. November 2013

Jobcenter. Ja, gebt mir alles. Ich brauch das.



Das Schwein von Sachbearbeiter will mich wirklich fertig machen.
Ich hatte ihm auf seine Vorladung Einladung, auf Rat meiner Therapeutin geschrieben,
dass ich die Vorladung den Termin aus persönlichen Gründen nicht wahrnehmen kann und er mir bitte einen Termin beim Amtsarzt zukommen lassen soll.  Meine Krankmeldung von meiner Therapeutin legte ich zum Schreiben dazu.
Das Schreiben warf ich Sonntags ein.
Schon heute hatte ich eine Antwort, per förmlicher Zustellung.
YEAH!
Ich habe im Munition geliefert.
Jetzt weiß er, dass ich psychisch Krank bin und will mich natürlich endgültig fertig machen.
Er lädt mich erneut vor  ein, weil ich meiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen bin und möchte mich zum Amtsarzt schicken und gerne auch Vernichten Sanktionieren, wenn ich an dem Termin nicht bei ihm erscheine. Ich werde den Termin nicht wahrnehmen. Ich habe keinen Bock auf eine Panikattacke mit Todesangst, oder da komplett Auszurasten und ihn zur Sau zu machen. Zum Amtsarzt will ich ja, sehr gerne sogar, aber wenn ich nur an den Abschaum von Sachbearbeiter denke, triggert mich das wie Sau.
Der Arsch soll mir einfach einen Termin beim Amtsarzt schicken.
Ich hoffe, dass meine Therapeutin mir am Donnerstag was für das Jobcenter schreibt, sonst bin ich echt geliefert.
Dann sanktioniert das Schwein mich so, dass ich kein Geld mehr bekomme.
Mir gehts gerade echt super.
So glücklich war ich noch nie.
NICHT!!!
Jetzt kann ich mich bis Donnerstag  jeden Abend betrinken um überhaupt Schlafen zu können.
Scheiße