Kann triggern.
Heute war der zweite Termin bei meiner neuen Therapeutin.
Habe ihr gesagt, dass ich die Tabletten nicht genommen habe, weil ich Schiss davor habe.
Sie fragte mich, wovor ich Angst hätte.
Ich sagte ihr, dass ich Angst vor Kontrollverlust habe.
Sie fragte mich, ob ich denn Glaube, dass sie mir etwas gibt das zu Kontrollverlust führt.
Ich sagte nein. Diskussion wollte ich nicht.
Ich kam mir auch so schon vor wie ein Kind das
sich vor seiner Mutter rechtfertigen muss.
Dann sagte sie noch, dass ich ihr leicht Depressiv vorgekommen sei beim ersten Termin und ich ihr ja auch
von meinen Essproblemen erzählt habe.
Das Medikament solle ja auch meinen Hunger anregen.
Ich sagte, dass Hunger nicht das Problem sei, sondern Essen.
Sie fragte, wieso mir Essen schwerfällt.
Das hatte ich ihr schon beim ersten Termin gesagt, aber ok.
Ich habe ihr gesagt, dass es mich an ekelt, mich nervt und ich es deswegen soweit wie möglich rauszögere.
Wie ich sonst so Zuhause sei, fragte sie.
Ich sagte, dass ich meine Ruhe haben will, kein Telefon, kein Handy, keinen Kontakt, keiner der mich nervt und stört. Einfach Ruhe!!
"Essen stört ihre Ruhe," sagte sie."Deswegen haben sie so Probleme damit."
OK!! Ich bin also ein faules Schwein das am liebsten doof Zuhause rumhockt und keinen Bock hat, sich was zu Essen zu machen.
Zumindest ist es bei mir so angekommen.
War für mich wie ein Schlag und hat getriggert.
Das ich das Problem mit dem Essen erst seit diesem Jahr habe, hat sie zur Kenntnis genommen.
Dann kam noch die Anamnese. Ich hasse das.
Beim Erzählen läuft passend zu dem Erzählten immer der gleiche Film ab.
Habe ich ihr gesagt.
Ob es mir leichter fallen würde, es aufzuschreiben und ihr dann zu geben.
Nein, fällt es nicht. Auch beim Aufschreiben läuft der Film.
Habe ihr gesagt, dass es ok ist wenn ich es ihr erzähle und es mir erst heute Nacht Probleme machen wird.
Also losgelegt. Alles soweit erzählt, die Szenen vor Augen, die Schmerzen, die Ohnmacht, die Hilflosigkeit dabei gespürt. Alles, als ob es jetzt gerade passiert. Ich glaube, das hat man mir auch angesehen.
Heulen habe ich mir aber verkniffen. Je Schlimmer es wurde, desto mehr bin ich versteinert.
Sie schreibt, schaut mich zwischendurch an und reißt dabei die Augen immer wieder komplett weit auf, verbunden mit dem Hochziehen der Augenbrauen.
Dadurch kam ich mir vor, als ob ich ihr eine Lügengeschichte erzähle.
Das hat mich richtig heftig getriggert, habe ich aber erst im Auto voll gemerkt, als ich angefangen habe zu Zittern und dann zu Heulen.
Musste auf der Rückfahrt anhalten und erst mal wieder zu mir kommen.
Warum habe ich immer das Gefühl, dass mir keiner meine Geschichte glaubt?
Warum habe ich immer das Gefühl, dass mich keiner Ernst nimmt?
Warum habe ich immer das Gefühl, dass ich mich für Sachen rechtfertigen muss, für die ich nicht verantwortlich war und auf die ich auch keinen Einfluss hatte?
So bekloppte Fragen wie:" Warum haben die Ärzte denn damals nicht das und das Gemacht?"
Ja woher soll ich das Wissen??? Die haben mit mir Gemacht was sie wollten. Die haben mich nie Gefragt.
Die haben mir ohne Betäubung den Haltedraht vom Drahtzugverband aus dem Knochen gezogen, weil der Bruch nicht heilte. Es war denen egal, dass ich dabei wie am Spieß geschriehen habe und Todesangst hatte.
Die haben mich auch auf dem OP Tisch verrecken lassen und es nur mit Mühe und Not nach Minuten geschafft, mich Wiederzubeleben.
DIE haben mit MIR GEMACHT!! ICH hatte KEINEN EINFLUSS!! ICH war ein SCHEIß HILFLOSES KIND!! ICH bin ein SCHEIß HILFLOSES KIND und ich will NICHT MEHR HILFLOS SEIN!! ICH WILL MICH NICHT FÜR SACHEN RECHTFERTIGEN FÜR DIE ICH NICHTS KANN!!
Ich muss sie beim nächsten Termin darauf ansprechen.
Vielleicht bringe ich auch das ganze Metall mit das ich im Laufe der Jahre in den Knochen hatte.
Vielleicht glaubt sie mir dann.
Ich könnte mich auch vor ihr Ausziehen, damit sie den ganzen Narben den Körperschrott selbst sehen kann
Und heute Abend brauche ich jede Menge Alkohol.
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Dienstag, 20. August 2013
Mittwoch, 24. Juli 2013
Neue Therapeutin
Heute habe ich mich bei einer anderen Therapeutin gemeldet und um einen Termin gebeten.
In drei Wochen habe ich meinen ersten Termin bei ihr. Am Telefon hat sie sich angehört, als ob Deutsch nicht ihre erste Sprache ist. Ich hoffe es gibt keine Verständnisprobleme. Nicht das die irgendwas aufschreibt, was ich so gar nicht gesagt habe.
Ich hoffe, die verarscht mich nicht und ich kann zu ihr Vertrauen aufbauen nach dem Desaster mit meiner ersten Therapeutin.
Wenn das mit der auch in die Hose geht, sage ich mir jeden Tag:"Alles nicht so schlimm. Du bist kerngesund. Du musst nur daran Glauben. Alles nur in deinem Kopf. Genau wie die Narben an deinem Körper und die ständigen Schmerzen und Einschränkungen. Alles nur eingebildet. YEAHH!!
(Oder wie mein Sachbearbeiter im Jobcenter es wahrscheinlich sagen würde:" Suchen sie sich eine Arbeit, sie simulierendes, faules Sozialschmarotzerschwein. Ich krieg sie schon noch dran. Leute wie sie hätte man früher ........"
Meine BG Sachbearbeiterin habe ich telefonisch darum gebeten, die Therapeutin zu beauftragen.
"Zur Frau ... wollen sie nicht mehr hin?"
NEIN!! Die gute Frau hat etwas gemacht, was ich niemandem je verzeihen würde. Sie hat mein Vertrauen gebrochen. Sie war schon vor dem ersten Termin kurz per Mail und während des ersten Termins ausführlich von mir über alles Aufgeklärt worden.
Fünf Termine lang hat sie mir vorgegaukelt, dass sie meinen Fall übernimmt.
Selbst zum Abschluss des letzten Termins hat sie mir versichert, dass die Therapie weitergeht.
"Melden Sie sich sobald Ihre BG das OK gibt, damit wir Termine machen können."
Danke! Ich hoffe die Vergütung der 5 Termine bleibt ihnen im Hals stecken.
Sie hätte schon vor dem ersten Termin absagen können, wenn ich ihrer Meinung nach kein Akutfall bin.
Aber nein, die Kohle nimmt man doch gerne mit.
Scheiß auf den Patienten, Hauptsache die Kohle fließt.
Danke für den wunderbaren Trigger, vorherige Therapeutin. Ich wünsche ihnen mal für einen Tag, was ich jeden Tag habe.
Letzte Nacht habe ich endlich mal wieder geschlafen.
In drei Wochen habe ich meinen ersten Termin bei ihr. Am Telefon hat sie sich angehört, als ob Deutsch nicht ihre erste Sprache ist. Ich hoffe es gibt keine Verständnisprobleme. Nicht das die irgendwas aufschreibt, was ich so gar nicht gesagt habe.
Ich hoffe, die verarscht mich nicht und ich kann zu ihr Vertrauen aufbauen nach dem Desaster mit meiner ersten Therapeutin.
Wenn das mit der auch in die Hose geht, sage ich mir jeden Tag:"Alles nicht so schlimm. Du bist kerngesund. Du musst nur daran Glauben. Alles nur in deinem Kopf. Genau wie die Narben an deinem Körper und die ständigen Schmerzen und Einschränkungen. Alles nur eingebildet. YEAHH!!
(Oder wie mein Sachbearbeiter im Jobcenter es wahrscheinlich sagen würde:" Suchen sie sich eine Arbeit, sie simulierendes, faules Sozialschmarotzerschwein. Ich krieg sie schon noch dran. Leute wie sie hätte man früher ........"
Aber, ich habe es trotz allem geschafft 18 Jahre zu arbeiten.
"Das zählt nicht. Was zählt ist jetzt. Und jetzt fallen sie dem Staat zur Last. Ich bekomme sie schon in Arbeit und wenn es ihnen zuviel wird, springen sie von einer hohen Brücke, oder bringen sie sich auf irgendeine andere Art über den Jordan. Hauptsache sie Schmarotzern nicht mehr rum.")Meine BG Sachbearbeiterin habe ich telefonisch darum gebeten, die Therapeutin zu beauftragen.
"Zur Frau ... wollen sie nicht mehr hin?"
NEIN!! Die gute Frau hat etwas gemacht, was ich niemandem je verzeihen würde. Sie hat mein Vertrauen gebrochen. Sie war schon vor dem ersten Termin kurz per Mail und während des ersten Termins ausführlich von mir über alles Aufgeklärt worden.
Fünf Termine lang hat sie mir vorgegaukelt, dass sie meinen Fall übernimmt.
Selbst zum Abschluss des letzten Termins hat sie mir versichert, dass die Therapie weitergeht.
"Melden Sie sich sobald Ihre BG das OK gibt, damit wir Termine machen können."
Danke! Ich hoffe die Vergütung der 5 Termine bleibt ihnen im Hals stecken.
Sie hätte schon vor dem ersten Termin absagen können, wenn ich ihrer Meinung nach kein Akutfall bin.
Aber nein, die Kohle nimmt man doch gerne mit.
Scheiß auf den Patienten, Hauptsache die Kohle fließt.
Danke für den wunderbaren Trigger, vorherige Therapeutin. Ich wünsche ihnen mal für einen Tag, was ich jeden Tag habe.
Letzte Nacht habe ich endlich mal wieder geschlafen.
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