Dienstag, 29. Oktober 2013

Glück und Freude verboten, oder Hallo Mama.



Ich bin mal gespannt, wie meine Therapeutin morgen reagiert, wenn ich erzähle
was aus dem" tollen" Jobangebot wurde und, dass mir Zeitgleich das Sozialgericht noch zweimal mit der Faust  ins Gesicht geschlagen hat.
Eigentlich habe ich von Vornherein nichts anderes erwartet.
Ich darf einfach kein Glück haben, oder mich auf /über etwas freuen. Warum? Keine Ahnung, es ist einfach so.
Selbsterfüllende Prophezeiung sagen die Einen, Zufall die Anderen, der Rest nennt es Pessimismus, ich nenne es Lebenserfahrung.
Früher war es so, wenn ich mir mal etwas Tolles gekauft habe, bekam ich kurz nach dem Kauf einen Panikanfall. Es hat Jahre gedauert, bis ich gelernt habe, dass es Freude über das Gekaufte war und kein Panikanfall.
Für mich haben sich Panik und Freude gleich angefühlt. Toll, oder?
Andere purzeln einfach so durchs Leben und haben Glück ohne Ende. Bei denen stirbt ein Verwandter und die erben Millionen.  Bei mir stirbt mein Vater Erzeuger Nachnamensgeber und mich rufen wildfremde Leute an und erzählen mir, dass er tot ist, ich noch 10 Halbgeschwister habe, sie mich durch einen Eintrag in seinem Stammbuch ausfindig gemacht haben, und ich mich gefälligst an den Beerdigungskosten beteiligen soll, weil er ihnen nichts außer Schulden hinterlassen hat.
Gehts noch??
Ich habe den Typen noch nie im Leben gesehen.
Ich weiß praktisch nichts über ihn, außer den Sachen die meine Mutter mir über ihn erzählt hat und der glaube ich nichts.  
Angeblich ist er mit einem Koffer voller Bilder und Klamotten von ihr einfach abgehauen und reiste seitdem kreuz und quer durch die Welt.
Der hat sich alle paar Jahre mal telefonisch bei meiner Mutter gemeldet, war Ratz besoffen, wollte mich sprechen und hat mir sogar Geld , viel Geld geboten, damit ich mich mit ihm Treffe.
Nein, danke.
Das war nur mein Erzeuger Nachnamensgeber, sonst nichts.
Noch geiler ist, wenn 5 Jahre später zwei Polizisten bei einem klingeln und einem ganz Betroffen sagen:" Es tut uns sehr leid, aber wir müssen ihnen leider Mitteilen, dass ihr Vater verstorben ist."
Ich glaube ich habe 5 Minuten am Stück gelacht, nachdem sie das Gesagt hatten.
Die dachten wahrscheinlich, dass ich damit nicht klarkomme  und deswegen so reagiere.
Als ich denen dann erzählt habe, dass mein Vater vor 5 Jahren verstorben ist, haben die mich nur doof angesehen und waren verwirrt. Sie haben mir dann mitgeteilt, dass ich Alleinerbe bin und sie mich durch einen Eintrag in seinem Stammbuch Ausfindig gemacht haben.
Ich habe dann Nachgeforscht.
Er war wohl die letzten Jahre praktisch Obdachlos, hat kurzzeitig zur Untermiete in einem Zimmer bei einem Bekannten gewohnt und war schwer Lungenkrank.
Auf seinem Konto liegen 1500 Euro, ansonsten hat er wohl nichts hinterlassen, außer Vermutlich Schulden und einem Zimmer, dass geräumt werden muss.
Und dass Zimmer liegt auch noch am Ende von Deutschland, in Bayern.
Ich lebe in NRW.
Ist also auch nichts mit mal eben Hinfahren und selber schauen.
Also habe ich das Erbe abgelehnt.
Moment?
Zwei Väter, zwei Einträge in verschiedenen Stammbüchern?
Wie geht das?
So habe ich dann Rausgefunden, dass meine Mutter mit dem Ersten verheiratet war, deswegen habe ich seinen Nachnamen. Sie hatte aber zum Ende der Ehe eine Affäre mit dem Zweiten, der mich gezeugt hat.
Wow!!

Dazu fällt mir ein Spruch ein:" Du Mama, du Papa? Mama ist weiß, Papa ist weiß. Warum bin ich schwarz?" "Waren eben wilde Zeiten damals. Sei froh, dass du nicht bellst."

Das saß, erklärte aber auch das größte Rätsel meines Lebens.
Meine 4 Geschwister haben blaue Augen und blonde Haare.
Ich habe braune Augen und braune Haare, sehe auch keinem Ähnlich, außer einem bißchen meiner Mutter.
Ich bin ein Kuckuckskind!!!
Meine Mutter ist ein Luder!!
Ich habe bis heute trotzdem keine Ahnung, wie es sein kann, dass ich in beiden Stammbüchern eingetragen bin.
So sieht das also bei mir aus, wenn ich mal was erben soll.
Da tun sich direkt mal so richtig tiefe Abgründe auf.

"Hallo Mama. Wenn du mal stirbst, dann solltest du mir so ungefähr 150-170000€ hinterlassen und zwar ohne Schulden, oder Haken daran." Das ist ungefähr der Geldbetrag, um den du mich von der Krankenhauszeit bis zu meinem Auszug bei dir, hintergangen hast.
Und den Typen, den du geheiratet hast, diese eklige Alkoholleiche, die mein Stiefvater sein wollte, und zu der ich immer Papa sagen sollte, werde ich in ein billiges Pflegeheim abschieben, wenn er dich überleben sollte.
Ja ich habs Rausgefunden.
Du hast dir Vermutlich 50% von meinem Schmerzensgeld eingesackt und meine Rente, die du als Kostgeld einbehalten hast, war auch nie so Niedrig wie du behauptet hast. Außerdem hast du dir ein paar Mal, größere Vorschüsse auf meine Rente auszahlen lassen.
Hättest du nie Gedacht, dass ich das irgendwann mal Rausbekomme, oder?
Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich den Kontakt zu dir vor ein paar Jahren abgebrochen habe.
Der Hauptgrund ist, du warst nie eine Mutter.
Weder für mich, noch für meine Geschwister.
Was du gemacht hast, tut eine Mutter einfach nicht.
Dass du dein eigenes Kind, welches eine verdammt lange Zeit unglaublich Gelitten hat, und heute noch Leidet, um Schadensersatzzahlungen betrogen hast, war nur noch das i Tüpfelchen."
Ich muss in einem früheren Leben(wenn es sowas geben sollte)ein Riesenarschloch gewesen sein.
Das wäre auf jeden Fall eine Erklärung, warum mir in diesem immer nur Scheiße passiert.

Freitag, 25. Oktober 2013

Der Tag danach.


Triggert garantiert nicht, versprochen.



Ich habe mich gestern Abend abgeschossen um überhaupt zur Ruhe zu kommen, bin superschnell
Eingeschlafen und habe die ganze Nacht echt super gepennt.(Danke Elephanten Bier, danke Trimipramin)"Nicht zur Nachahmung empfohlen™ "

Ich habe vor dem Einschlafen noch damit gerechnet, heute in einem Loch aufzuwachen, aus dem ich nicht so schnell wieder rauskomme.

Ich wurde heute Morgen wach, und es ging mir gut. Meine ersten Gedanken waren:"Fick dich, Jobcenter und Fick dich Stellenangebot."
Es ist mir egal, dass ihr Vögel mich Sanktioniert.
Irgendwann seid ihr eure befristeten Jobs los, oder geht an dem Druck kaputt. (Gerne auch beides Gleichzeitig)
Eure Ehe geht den Bach runter und Haus, Auto und alles was dazu gehört auch.
Eure Nachbarn wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wenn sie rauskriegen wo ihr arbeitet und als was.
Wer will schon so ein Schwein als Nachbarn.
Einen neuen Job werdet ihr wohl auch nicht mehr finden.
Welcher normale Arbeitgeber stellt so einen denn ein?
Im Lebenslauf könnt ihr euren vorherigen Job noch umschreiben, spätestens im Vorstellungsgespräch werdet ihr entlarvt.
Vielleicht sollte man eine Plakataktion starten, so nach dem Motto:"Achtung!!!! In Ihrer Nachbarschaft wohnt jemand, der auch Sie ohne Skrupel vernichtet."
Dazu vielleicht noch ein Foto.
Noch besser wären so kleine DINA4 Zettel an Bäumen.
Die Leute gucken drauf, weil sie vermuten, dass eine Katze oder Hund entlaufen ist.
Ich habe keine Angst mehr vor euch.
Ich habe, im Gegensatz zu euch, praktisch nichts mehr zu verlieren.
Ich kann warten.
Wenn ich etwas habe, dann ist es Zeit.
Während ihr kaputt geht, wachse ich.
Ich weiß, dass ihr Angst habt.
Angst davor aufzufliegen.
Deswegen kommt ihr auch immer von Außerhalb.
Ihr werdet auffliegen. 
Versprochen.
Irgendwann bricht dieses Menschenverachtende System zusammen und dann warten ich und viele Millionen Mitmenschen, die ihr wie Scheiße behandelt habt, schon auf euch.

Zum Stellenangebot.
Ich bin doch nicht bescheuert.
Mach deinen Scheiß alleine.
Frag mal bei jemandem an, der davon Lebt, leben muss.
Der berechnet dir für das ganze Projekt, 10000-15000 Euro, mindestens.
Dazu kommt dann noch der Wartungs- und Pflegevertrag.
Ich kann eine ganze Menge.Ich kann mit fast nichts, fast alles erreichen
Aber ich schenke dir nicht hunderte Stunden meines Lebens und Wissens für 200 Euro Monatlich.
Ich habe Firmen den Arsch gerettet, wenn der Server abgekackt ist.
Ich habe die IT von fast der kompletten Ärzteschaft einer Kreisstadt im Alleingang betreut.
Ich habe an Wochenenden und auch Nachts gearbeitet.
Ich habe mich von allen meinen  Arbeitgebern bis aufs Blut ausbeuten lassen, weil ich als Schwerbehinderter ja so Dankbar sein muss, überhaupt Arbeiten zu dürfen.
Wenn ich mal eine der Leistung angemessene Bezahlung wollte, hieß es immer, ich könne ja gehen wenn es mir nicht passt.
Daran bin ich fast kaputtgegangen.
Das ist vorbei.
Ich weiß, was ich wert bin.(Manchmal) Ich weiß, was ich kann.(Immer)
Du weißt nicht, was ich wert bin. Du weißt nur, was ich kann.
So einen Ausbeutungsscheiß tu ich mir nicht mehr an.

Das hat jetzt tierisch gutgetan.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Wenn Träume platzen, oder mein Bauchgefühl hat immer recht.



Kann Triggern



Am Montag schrieb mir ein Bekannter ein Stellenangebot per Email:
Eine Webseite erstellen, dazu einen internen Bereich, in dem auch Diskutiert werden kann.
Kann ich, mach ich.
Eine Möglichkeit Gruppenemails an die angemeldeten Mitglieder zu verschicken.
Kann ich, mach ich.
Eine e-learning Plattform erstellen.
Kann ich noch nicht, kann mich da aber einarbeiten und das dann Umsetzen.
Check, mach ich.
Das Ganze dann Pflegen und Warten.
Kann ich, mach ich.
Sollte ich das alles machen wollen und können, würde er versuchen mich für 2400€ Einzustellen.
WILL  ICH. YES, YES, YES!!!!!!!!
Das wäre der  perfekte Arbeitsplatz für mich.
Arbeiten von Zuhause, keine nervenden Arschlöcher, Menschen die um mich herum wuseln und mich nerven. Ich muss nicht Raus.
Freie Zeiteinteilung.
Ist zwar ein Riesenhaufen Arbeit , aber das ist genau mein Ding.
YES, YES, YES!!!!!!!

Das Ganze nur noch bei der nächsten Therapiestunde mit meiner Therapeutin besprechen.

Heute hatte ich dann Therapiestunde. Habe mir Geld geliehen, damit ich Hinfahren kann.
Bla, bla, bla.
Ich:"Trotzdem habe ich da ein großes Misstrauen , bin Skeptisch und habe ein schlechtes Bauchgefühl,  weil ich noch nie den Jackpot bekommen habe, sondern immer das Gegenteil. " Den Jackpot hatten immer nur die Leute, für die ich gearbeitet habe. Ich war der Jackpot.
Therapeutin findet es nicht gut, dass ich von Zuhause arbeiten will, findet das Angebot aber sonst auch super und ich soll nicht so Misstrauisch sein.
Ok, die hatte also vor, mich früher oder später Arbeitstechnisch unter Menschen zu packen.
Tja, wird nichts. Nicht mit dem Onkel.
Habe mich auf der Heimfahrt gefühlt, als ob ich mit einem riesen Bündel  Luftballons in der Hand abhebe. 
Ich habe den Jackpot. 
Endlich habe ich auch mal Glück. 
Endlich fickt das Leben mich mal nicht.

Zuhause angekommen gegessen, ein paar Blogs gelesen um wenigsten ein bisschen von dem Höhenflug runterzukommen und dann das Telefon geschnappt um Zuzusagen.
"Ja, ich muss erst mal Abklären, ob das so überhaupt geht und ich dich einstellen kann."  PUFF!!
"Ja, die 2400€ sind nicht im Monat, sondern im Jahr, wegen Steuerfreiheit und so. " PUFFF!!!
"Habe ich vergessen in die Email mit reinzuschreiben." PUFFFF!!!!
"Du kannst ja schon mal mit der Webseite anfangen und wir treffen uns dann, um alles Weitere zu Besprechen." PUFFFFF!!!!!
"Vielleicht, wer weiß, mal Sehen........." PUFFFFFF!!!!!!

Das hätte mir eigentlich alles schon vorher klar sein müssen.
Mein Bauchgefühl lügt nicht.
Es hat mich noch nie Belogen. 
Es hatt immer recht. 
IMMER.

Dann noch zwei Briefe vom Sozialgericht im Briefkasten.

Brief 1:
Ein Monat ohne Geld ist doch kein Problem. Ich soll Abwarten bis das Amt eine Entscheidung gefällt hat. PUFFFFFFF!!!!!!!

Brief2:  
Die Sanktionierung um 10% ist vollkommen ok.
Gerade weil ich so lange Krankgeschrieben bin, ist ein Besuch im Jobcenter doch besonders wichtig, wegen beruflicher Zukunft und so.  PUFFFFFFFFFF!!!!!!!!!!

Ein Besuch im Jobcenter triggert mich.
Einem menschenverachtenden Arschloch Hilflos gegenüber zu sitzen, ihm ausgeliefert zu sein,  ist für mich das Schlimmste, was ich mir Vorstellen kann. Ich bekomme dann einen Panikanfall und Todesangst.
Deswegen bin ich ja seit Monaten Krankgeschrieben.
Deswegen mache ich die Traumatherapie.
Deswegen nehme ich Antidepressiva.
Weil das Jobcenter alles Hochgespült hat, alles was ich Sorgfälltig in einem Raum ohne Tür und mit 5 Meter dicken Wänden und Decke aus Stahlbeton eingesperrt hatte. Alles!!

Die Ballons sind geplatzt.
Im Moment bin ich immer noch im freien Fall, weil das Alles viel zu viel für mich ist.
Ich hoffe, dass der Aufprall nicht so schlimm wird.
Ich ertrage die harten Aufschläge nicht mehr.
Bitte lass den Aufprall nicht so hart werden.
Bitte, bitte, bitte.

Samstag, 19. Oktober 2013

Antidepressiva



Kann Triggern


Ja, ich nehme sie mittlerweile seit fast vier Wochen.
Die Angst mir doch etwas antun zu können, hat die Angst vor den Medis eindeutig überstiegen.
Ich hänge nicht besonders an meinem Leben. 
Es würde mir nichts Ausmachen zu sterben.
Ich war ja schon mal tot. 
Da war kein Tunnel, kein Licht. 
Da war gar nichts. 
Zumindest nichts, an das ich mich erinnern könnte. 
Ich schlief ein und wurde auf der Intensivstation wach.   
Danach hatte ich  Jahrelang Todessehnsucht. 
Die kommt heute noch oft durch. 
Das war bis jetzt kein Problem.
Zum Problem hat es das JobCenter gemacht.   
Der Nazi, Arsch, Sachbearbeiter, der für mich Zuständig ist, hat eine riesen Freude daran mich fertig zu machen. Ich kann ihn vor meinem geistigen Auge sehen, wie er sich einen Runterholt, während er mal wieder eine Aktion gegen mich vorbereitet.
Das Schwein darf mir mal ebenso die Lizenz zum Leben entziehen, nur weil es mal wieder irgendeinen Verdacht hat und Zuhause macht es wahrscheinlich einen auf liebenden Familienvater, der Sonntags in der Kirche in der ersten Reihe sitzt. Ein Verdacht reicht!! Es braucht keine Beweise. Beweise, dass der Verdacht nicht stimmt, muss ich liefern. Bis ich geliefert habe gibt es eben weniger, oder gar kein Geld.
Ich habe noch fünf Euro und der Monat hat noch zwölf Tage. Super!!
Das sind so Momente in denen das "Nichts" tierisch verführerisch wird. Kein Hunger, kein Durst, keine Sorgen mehr.
Aber das wäre zu einfach.
Ich will das perverse .......nicht gewinnen lassen.

Also nehme ich brav Antidepressiva.
Hier meine Erfahrungen damit bis jetzt.
Ich nehme die Tabletten abends, da sie Müde machen.

Tag 1
Gegen 22:30 die erste Tablette genommen. Nach ungefähr dreißig Minuten bemerkte ich, dass sie Anfing zu Wirken.
Es war ein angenehmes Gefühl.  Nicht richtig Müde, aber angenehm. Ich trank dann noch drei Bier(sollte man nicht machen) und ging ins Bett.
Einschlafen dauerte wie immer, ziemlich lang, weil ich keinen Gedanken zum Festhalten fand.

Tag 2
Ich wurde um 7:30 Wach, fühlte mich aber besser als sonst. War nicht so kapuut und Erschlagen.
Den ganzen Tag über fühlte ich mich leicht angetrunken und hatte Wortfindungsprobleme
War aber nicht unangenehm.
Die letzte Runde mit den Hunden war Anstrengend. Ich stieg aus dem Auto, mir rauschte das Blut in die Beine und meine Hände zitterten wie verrückt.  Ich war von einer Minute auf die andere Hundemüde und hätte mich am Liebsten auf die Wiese zum Pennen gelegt. Ich habe die Runde trotzdem Durchgezogen. Die Rückfahrt mit dem Auto war echt Anstrengend. Meine Augen haben auf Hell- Dunkel ziemlich langsam reagiert und ich konnte mich kaum auf das Fahren Konzentrieren.
(Ja, ich sollte zum Anfang der Tabletteneinnahme 2-3 Tage kein Auto fahren, aber es ging eben nicht anders und ja, ich scheiß auf solche Aussagen.)
Gegen 22:30 die zweite Tablette genommen. Zwei Bier getrunken und gegen 23:30 ins Bett.
So schnell bin ich seit 20 Jahren nicht mehr eingeschlafen.

Tag 3
Ich wurde um 7:30 Wach und fühlte mich richtig gut. So fühlt es sich also an, wenn man mal eine Nacht normal schläft. Wow!
Den ganzen Tag über war ich sehr reizbar. Meine Frau sagte schon ich solle mit den Tabletten aufhören.
Gegen 22:30 die dritte Tablette.
Gegen 23:30 ins Bett und weg vom Fenster.

Tag 4
Ich wurde um 7:30 wach und fühlte mich richtig gut.
Die Reizbarkeit war weg.
Dafür fühlte ich mich irgendwie leicht gedämpft. War aber nicht unangenehm.

Tag 5-heute
HUNGER!!
Ich kann mich nicht Erinnern, jemals so viel Hunger gehabt zu haben.
Das hat sich bis jetzt nicht geändert. Ich könnte ohne Ende futtern.
Einschlafen klappt einfach genial. Hinlegen, Augen zu, ab ins Traumland.
Meine Stimmung hat sich gebessert. Ich habe in einer Therapiestunde mehr geredet als sonst die ganze Woche.

Was mich stört
Ich kann mich nicht mehr an meine Träume erinnern. Sonst habe ich oft nach dem Wachwerden noch Traumfetzen im Kopf. Das ist weg.
Momentan dissoziiere ich viel mehr und länger als sonst.

Was mich nicht stört
Die Gewaltszenen, die sich in meinem Kopf, in der Sekunde vor dem Wachwerden oft abspielten, sind verschwunden. Das ist super. Die Szenen waren einfach nur ......... und ich hoffe, dass sie nicht wiederkommen.
Fast Vergessen: andere Menschen finde ich immer noch Scheiße .

Samstag, 12. Oktober 2013

Ich lebe noch,



 oder so.
Ich hätte viel zu Berichten gehabt, aber es ging nicht.
Notebook aufklappen, Windows booten, Word starten.
Weiter kam ich nie. Ab dann war da nur noch eine endlose Leere in mir.
Mir wurde durch das JobCenter mal wieder klar gemacht, dass ich weniger wert bin als der Dreck unter einer Schuhsohle.
Im August habe ich meinen Antrag auf Verlängerung vom ALGII abgegeben.
Anfang September war kein Geld auf meinem Konto. Ich las was von einer bundesweiten Softwarepanne bei den JobCentern und das viele deswegen kein Geld bekommen haben.
Also habe ich gewartet.
Es kam nichts. 
Den ganzen Monat nicht. 
Ich hatte schon panische Angst, dass ich von meiner Krankenkasse Bescheid bekomme, dass ich nicht mehr Versichert bin. Da kam aber nichts. Meine Beiträge zur Krankenkasse wurden also bezahlt.
 Ich bekomme eine halbe Unfallrente. Nach Abzug aller Kosten hatte ich einen Euro pro Tag, für den ganzen Monat.
Einen Euro.
Nicht ganz. 
Den letzten 10 Euroschein habe ich am 17. September ins Auto getankt. Sonst hätte ich nicht zur Psychotherapie gekonnt. Das war mir wichtiger als Essen und Trinken. Einmal hin und zurück sind 76 Kilometer.
Ein paar Tage später gaben dann auch noch meine Schuhe komplett den Geist auf. Die Sohle vom linken Schuh brach durch. 
Nudeln kann ich nicht mehr sehen. 
Flockenpüree auch nicht. 
Reis schon lange nicht mehr. 
Mittlerweile bekomme ich von Leitungswasser Sodbrennen.
Ende September bekam ich dann zwei Briefe. Einer war ein Bescheid über die Verlängerung vom ALGII. In dem Bescheid fehlt der September, er gilt erst ab Oktober. Die haben einen Monat einfach so unterschlagen. Ohne irgendeine Begründung. 
Das war der erste Tritt ins Gesicht. 
Der zweite Brief war ein Sanktionsbescheid. Von Oktober bis Ende Dezember wird mein Regelsatz um 10% gekürzt, weil ich einen Termin nicht wahrgenommen habe. Ich bin seit Monaten durchgehend Krankgeschrieben. 
Das JobCenter wollte eine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" 
Das war der zweite und dritte Tritt ins Gesicht.
Mein Arzt wollte mir diese "Fantasiebescheinigung" nicht ausstellen.
Ich habe zweimal Widerspruch eingelegt beim JobCenter. 
Hat die nicht interessiert.
Das war der vierte Tritt ins Gesicht, gefolgt von einem Tritt in den Rücken als ich am Boden lag.
Jetzt liegen beide Sachen beim Sozialgericht und mir geht es Scheiße, weil ich mich darum Kümmern muss und dafür meine komplette Kraft drauf geht. Kraft, die ich für ganz andere Dinge brauche.
Mittlerweile nehme ich die Antidepressiva vor denen ich so einen Schiss hatte.
Die Angst davor, dass ich vielleicht Mist baue, wurde größer als die Angst vor den Pillen.
Nein, liebes JobCenter. Den Gefallen werde ich euch nicht tun.
Soweit bringt ihr mich nicht. 
Noch nicht.